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Vienna Calligraphy Center
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Österreichische Kalligraphie Geschichte

Vienna Calligraphy Center hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, die Österreichische Kalligrafie Geschichte, die Personen die sich im letzten und vorletzten Jahrhundert  bereits mit dieser Kunstform beschäftigt haben, einem breiterem Publikum näher zu bringen.

Über die Art und Weise wie die Auflistung der Österreichischen Kalligraphie Geschichte erfolgen soll, wurde von den Mitgliedern von Global Calligraphy Vienna kontrovers gesehen.

Zwei Möglichkeiten standen zur Diskussion.

Erstens die Österreichische Kalligraphie Geschichte ab 2018 in umgekehrt chronologischer Reihenfolge zu erzählen oder

Zweitens in chronologischer Reihenfolge ab ihrer Entstehung. Wobei es ungewiss war und ist, ab welchem Zeitalter bzw. ab welchem Zeitpunkt anzufangen wäre.

Mehrheitlich wurde die Entscheidung für die erste Empfehlung getroffen.

Es ist leichter mit dem zeitgenössischen Teil zu beginnen und sich dann, von Epoche zu Epoche in Zusammenarbeit mit den Österreichischen Archiven und anderen einschlägigen Institution in der Zeit zurück zuarbeiten.

Zusätzlich möchten wir auch deshalb mit dem heute beginnen, um auf diesem Weg unsere Wertschätzung und Anerkennung den zeitgenössischen Kalligraphen gegenüber auszudrücken.

Gerne können uns Forscher, Paläographen und Interessierte bei dieser Aufgabe behilflich sein. Falls Interesse besteht bitte kontaktieren Sie uns

 

Herzlichen Dank an Petra M Gartner für die Geschichte der Wiener Schule der Schrift

 

Geschichte der Wiener Schule der Schrift

Rudolf von Larisch

1.4. 1856 In Verona geboren

24.3.1934 in Wien gestorben

 Beamter im Ministerium für Inneres, später in der Kaiserlichen Kabinettskanzlei in Wien (angesehene Stellung als Archivar des Ordens vom Goldenen Vlies)

Gründer der Wiener Schule der Schrift

1899: Rudolf von Larisch verfasste das Buch „Zierschriften im Dienste der Kunst“

Er wollte das Interesse an Schrift wecken und sah sich damit im Einklang mit Hofmann, Moser und Czeschka, den Hauptakteuren des Wiener Kunstlebens dieser Zeit

1900: Herausgabe der Mappensammlung von „Beispiele künstlerischer Schrift“ basierend auf einer umfangreichen Korrespondenz mit Künstlern der ganzen Welt

1902: Dozent für ornamentale Schrift und Heraldik an der Wiener Kunstgewerbeschule – spätere Akademie bzw Universität für angewandte Kunst

1903: Entwurf der „Plinius“ Drucktype

1904: Rudolf von Larisch verfasste das Buch „über die Leserlichkeit von ornamentalen Schriften“

1905: Rudolf von Larisch verfasste das Buch „Unterricht in ornamentaler Schrift“

1905: Empfang der Goldenen Medaille von St. Louis

1911: Entwurf der „Wertzeichen“ – Schrift für die Österreichische Staatsdruckerei

1912: Internationaler Kunsterziehungskongreß, wo seiner Unterrichtsmethode vor jener Edward Johnston´s (Grossbritannien) der Vorzug gegeben wurde

1920: Berufung an die Akademie der Bildenden Künste in Wien

1934: kurz vor seinem Tod erschien die 11.Auflage seines Buches „Unterricht in ornamentaler Schrift“

Erbe und Weiterentwicklung

Hertha Larisch – Ramsauer

30.3. 1897 in Wien geboren

9.7. 1972 in Tulln gestorben

1913 – 1918: Studium an der Akademie der bildenden Künste bei Kolo Moser und Oskar Strnad sowie Schriftkunst bei Rudolf von Larisch an Wiener Kunstwerbeschule

1918: Assistentin bei Rudolf von Larisch

1925: Médaille d`or der Exposition Internationale des Arts Décoratifs et Industriels Modernes

1933 – 1968: Lehrende an der Wiener Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und an der Kunstgewerbeschule Wien

1950 – 1968: Leitung der Meisterklasse für künstlerische Schrift und Buchgestaltung

1956: Verleihung des Professorentitels

1968: Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst

Otto Hurm

9.11.1989: in Wien geboren

30.3. 1983: in Wien gestorben

Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Wien und der Schrift bei Rudolf von Larisch an der Akademie der bildenden Künste in Wien

1928: Otto Hurm verfasste das Buch „Schriftform und Schreibwerkzeug“

Ab 1929: Lehrer für Ornamentik, Raumkunst und künstlerische Schrift an der Akademie der bildenden Künste

1930 – 1944: Lehrer an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Schuf Schriften für zahlreiche öffentliche Denkmäler

Friedrich Neugebauer

16.11.1911: in Kojetin geboren

3.8.2005: in Bad Goisern gestorben

1932: Studium an der Kunstgewerbeschule Wien bei Rudolf von Larisch

1935 – 1939: Assistent von Hertha Larisch – Ramsauer

1937: Diplome d´honneur und eine Goldmedaille in der Gruppe Illustrations illustre Livres d´Arts bei der Weltausstellung in Paris

1949 – 1951: Lehrender an der Kunstschule Linz (spätere Hochschule für Gestaltung Linz)

1951 – 1982: Leitung der Meisterklasse für Schrift und angewandte Grafik in der Kunstschule / Hochschule für Gestaltung Linz

1961: Verleihung des Professorentitel h.c.

1981: Friedrich Neugebauer verfasste das Buch „Kalligraphie als Erlebnis“

1992: Mitbegründer des Schriftmuseums in Pettenbach (Dauerausstellung in eigenem
Raum)

Elfriede Goldschmid

1.6.1925: in Wien geboren

14.4. 1996: in Wien gestorben

1939: Aufnahme in die Schriftwerkstätte bei Professor Hertha Larisch – Ramsauer

1945: Diplom an der Hochschule für angewandte Kunst Wien

Ab 1945: Assistentin von Professor Hertha Larisch – Ramsauer an der Hochschule für angewandte Kunst Wien

Ab 1969: Leitung der Meisterklasse für künstlerische Schrift und Buchgestaltung

1969: Ausstellung im Österreichischen Kulturinstitut in New York mit August F. Svoboda und Lore Bujatti

1981: Ernennung zur ordentlichen Hochschulprofessorin